Ich bin Anke Roso. Und ich möchte euch unsere Geschichte erzählen. Sie beginnt mit einer tiefen Leidenschaft für Pferde.
Ich wuchs mit den Pferden meines Vaters auf. Und auch beruflich blieb ich ihnen treu verbunden. Über ein Jahrzehnt arbeitete ich als Physiotherapeutin und Osteopathin für Pferde, als ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Ort für eine Pferde-Reha machte. Dabei lernte ich Bettina Dauber kennen. Sie hatte einen der ersten Aktivställe in der Gegend eröffnet. Unsere pferdefreundlichen Konzepte passten perfekt zusammen, und so eröffnete ich meine Reha auf ihrer Anlage.
Und das veränderte meine berufliche Laufbahn:
Es ist 2014. Kappzäume schnüren Pferden das Maul zu.
Voller Motivation startete ich durch – und kam schnell auf dem Boden der Tatsachen an. Jetzt bewegte ich meine Reha-Patienten täglich selbst und begriff, wie fehlerhaft Kappzäume zur damaligen Zeit waren. Viele schadeten den Pferden mehr, als sie nutzten.
Sie waren schwer. Das sei sinnvoll, hieß es in manchen Ratgebern: es animiert das Pferd den Kopf zu senken. Was für ein Blödsinn! Sie kreuzten die Jochbeinleiste, sie drückten an den Ohren. Die Backenstücke verliefen gefährlich nah am Auge.
Am schlimmsten: sie hielten nur stabil am Kopf, wenn ich den Kinnriemen eng anzog. Doch ein festes Maul verursacht einen festen Rücken.
Darin bestärkte mich besonders die Arbeit von Gerd Heuschmann, der Vorträge auf Bettinas Anlage hielt.
Ich begann, das Thema Kappzaum neu zu denken.
