Ein festes Maul führt zu einem festen Genick. Mit zugebundenem Maul können weder Losgelassenheit, noch reelle Biegung und Stellung erreicht werden.
Deswegen muss ein Kappzaum mindestens so locker verschnallt werden, dass die 2-Finger-Regel greifen kann: Das bedeutet, dass bei kleineren Pferdeköpfen 2 Finger nebeneinander, bei größeren Köpfen 2 Finger übereinander zwischen Nasenrücken und Naseneisen Platz finden müssen.
Solch korrekt verschnallte Kappzäume können beim Longieren verrutschen. Dann ist keine exakte Einwirkung mehr möglich. Schlimmer noch: Bei einem Zaum mit unpassendem Naseneisen können unter dem Naseneisen schmerzhafte Druckspitzen entstehen oder das Backenstück ins Auge rutschen.
Ein Dilemma, das wir mit der Entwicklung von Kappzaum Goethe lösen konnten:
Dadurch, dass Goethes Naseneisen jeder Pferdenase individuell angepasst werden kann:
- hat der Kappzaum eine hervorragende Passform
- gleichzeitig gibt es beim Longieren keine schmerzhaften Druckspitzen des Naseneisens oder ein Verziehen des Kappzaums ans Auge.
- du hast Führung und Kontrolle durch das Naseneisen.
Da man keinen Kappzaum am Pferdekopf festschrauben kann, kann generell jeder Kappzaum ab einem bestimmten Zug seine Lage verändern. Goethes anatomische, sich individuell der Pferdenase anformbare Passform erreicht eine sehr gute Stabilität, bei der das Pferd auch locker verschnallt am Naseneisen die Hilfen klar und fein empfangen kann und dabei kauen kann.
Aber irgendwann, pferdegerecht verschnallt, verrutscht jeder Kappzaum, wenn entsprechend viel Zug auf die Longe kommt. Ein Hersteller, der das nicht einräumt, ist unseriös. Wichtig ist, dass in diesem Moment keine Druckspitzen entstehen.
Unser Job als Ausbilder des Pferdes ist es, ständigen starken Zug beim Longieren zu vermeiden, indem das Pferd Kraft und Balance entwickeln darf. Und wenn doch viel Zug auf die Longe kommt, an Wind-Tagen, bei Gespenster-Sehern, bei kleinen und großen Angebern oder wenn das Buckeln kurz mehr Spaß macht, als die Arbeit: dann hast du mit Goethe einen Kappzaum, der dein Pferd vor unangenehmen Folgen oder gar Schmerzen bewahrt.